Kurztrip nach Saarburg - Januar 2011

Bereich: Reiseberichte

saarburg_2011_01_009 Ende Januar 2011 sind wir kurzfristig zu einem Wochenendtrip nach Saarburg aufgebrochen. Die kleine romantische Stadt mit mittelalterlichem Stadtkern liegt im Süden von Rheinland-Pfalz, nahe der Grenze zum Saarland.

Rückblickend ist unser Urteil eindeutig: Wir kommen wieder!
Saarburg ist ein echter Geheimtip und der örtliche Stellplatz ist ebenfalls einen Besuch wert...

Gegen Ende Januar sind die Schneemassen der vergangenen Wochen endlich abgetaut und es hat sich wieder "Womo-freundlicheres" Wetter eingestellt.
Wir müssen für einen geschäftlichen Termin nach Trier reisen und natürlich überlegen wir sofort, wie sich dieser Umstand mit einem schönen Kurztrip über´s Wochenende verbinden lässt. Wie üblich recherchieren wir im Internet nach entsprechenden Reisezielen in der Nähe.

Letztendlich stehen drei Ziele in der engeren Auswahl: Saarburg, Losheim am See und Mettlach. Alle drei Orte sind nicht weit von Trier  an der Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland gelegen. Die Wahl fällt schließlich auf Saarburg, mit der Option, weiter nach Losheim zu fahren, wenn uns Ort oder Stellplatz nicht gefallen sollten. Die Bilder auf der Homepage von Saarburg sehen jedenfalls sehr vielversprechend aus.

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Blick auf Saarburg mit der Saarburg und der katholischen Pfarrkirche St. Laurentius

Wir fahren bereits am Donnerstag Abend nach Trier. Hier übernachten wir, wie bereits im Sommer 2010, auf dem Stellplatz Treviris, der direkt an der Mosel gelegen ist. Bei unserer Ankunft ist es bereits kurz vor Mitternacht. Der Platz ist aufgrund der Jahreszeit fast leer, wir stehen mit zwei weiteren Fahrzeugen nahezu allein. Dirk schließt noch schnell den Strom an und es gibt eine kurze Gassirunde für die Hunde bevor wir müde und erschöpft in´s Bett fallen.

Unser Termin am nächsten Tag zieht sich etwas länger hin, als ursprünglich geplant und so machen wir uns erst gegen 19:30 Uhr auf den Weg in das 25 km entfernte Saarburg. Auch hier ist der Stellplatz ziemlich leer. Wir parken das Womo und machen uns kurz darauf auf den Weg in die Innenstadt, um den Tag in Keller´s Wirtshaus bei einem gemütlichen Abendessen ausklingen zu lassen. Das Essen ist wirklich gut, die Preise sind angemessen und wir empfehlen dieses Wirtshaus gerne weiter. Sicher kommen wir bei unserem nächsten Besuch in Saarburg noch einmal wieder.

Der nächste Tag begrüßt uns, wie vom Wetterbericht schon angekündigt, mit strahlendem Sonnenschein. Genau das richtige Wetter für unsere geplante Wanderung von Saarburg nach Kastel-Staadt. Von Kastel-Staadt soll es über die nächste Saarbrücke nach Serrig gehen, von wo wir mit dem Zug zurück nach Saarburg fahren wollen. Die Wanderstrecke beträgt je nach Route zwischen sieben und zehn Kilometern.

Wir gönnen uns noch ein kleines Frühstück im Womo und starten dann vom Stellplatz aus zum Saarburger Ortskern.
Dort decken wir uns zunächst mit dem notwendigen Wanderproviant ein: ein paar Brötchen, Mettwürstchen und Durstlöscher in Form von "Bitburger Eifelwasser" und Dosenprosecco ;-)

Nun geht es ein Stück bergauf - wir starten an der wohl bekanntesten Saarburger Sehenswürdigkeit, dem rund 18 Meter hohen Wasserfall direkt im Ortszentrum.

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Der Saarburger Waaserfall - eine wahrlich imposante Sehenswürdigkeit

Der Wasserfall ist der größte innerstädtische Wasserfall Europas und wurde früher zum Antrieb der tiefer gelegenen Stadtmühlen genutzt. Der Fluß "Leuk" floß ursprünglich um die Stadt herum, wurde im 13. Jahrhundert aber durch das Ortszentrum verlegt, um eine ausreichende Löschwasserversorgung sicherzustellen.

Direkt am Wasserfall liegt der "Buttermarkt" genannte Marktplatz, umgeben von zahlreichen historischen Gebäuden und etlichen Cafes und Restaurants, die zur Einkehr einladen.

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Der "Buttermarkt" wird von der Leuk geteilt, mehrere kleine Brücken verbinden die beiden Seiten des Platzes

Wir verweilen auf einen Latte Macchiato und brechen dann zu unserer Wanderung auf...

Unsere Route führt uns längs die Saarburger Jugendherberge. Über schmale Wege und Wiesen bietet sich uns bei schönstem Winterwetter ein traumhafter Blick über den Ort und die Saar.

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Blick über Saarburg - Auf dem rechten Foto ist - wenn auch schlecht - der Stellplatz zu erkennen

Die Beschilderung der Wanderwege ist "im Allgemeinen" recht gut. Aber dazu später mehr...

Wir folgen stets den Wegweisern Richtung Kastel-Staadt und Schützhütte - unserem ersten geplanten Zwischenstopp.

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Über den "Kruter Berg" geht´s weiter bis zur ersten Rast an der Schutzhütte "Klein Heide"

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Fütterung von Mensch und Tier - Einige sind offensichtlich nicht satt geworden... ;-)

Nach einem leckeren Imbiss geht es nach rund einer halben Stunde weiter. Wir sind erst wenige hundert Meter gelaufen, als wir feststellen, dass unsere zuvor ausgedruckte Wegbeschreibung ein wenig "zweideutig" auszulegen ist. Wir sind nicht sicher, ob die beschrieben Wegkreuzung bereits die Gabelung an der Schutzhütte war, oder ob dieser Punkt noch vor uns liegt. Sicherheitshalber laufen wir den Weg bis zur Schutzhütte zurück. Die dort zahlreich vorhandenen Wegweiser können unsere Zweifel aber auch nicht beseitigen. Letztendlich entscheiden wir uns für den bereits eingeschlagenen Weg, da dort zumindest die "gefühlte" Richtung stimmt. Auch Handy und Google Maps können in dieser Situation ausnahmsweise mal nicht zur Klärung beitragen...

Geschätzte zwei bis drei Kilometer weiter stehen wir bereits erneut vor schwierigen Entscheidungen in Bezug auf den zu wählenden Weg und unserer momentanen Position. Unsere Wegbeschreibung erwähnt ein kleines Felsenmeer, welches wir über einen kleinen Umweg erreichen sollen. Leider stimmen die beschriebenen Weggabelungen und Markierungen nun überhaupt nicht mehr mit den realen Gegebenheiten vor Ort überein. Wir sind zwar generell in der richtigen Richtung gelaufen, entscheiden uns an dieser Stelle aber für die sichere Variante und verzichten lieber auf das Felsenmeer.

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Das Ziel schon vor Augen (Serrig unten links) führen alle Wege durch die Weinberge in eine Sackgasse...

Nach kurzer Zeit können wir bereits wieder die Saar sehen und haben somit die Gewißheit, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir haben als Ziel immer noch den Ort Serrig geplant, den wir nach einem kurzen Stück Weg durch die Weinberge tief unter uns liegen sehen.

Wir müssen dann aber bald feststellen, dass wir abermals unsere Pläne ändern müssen. Alle Wege, die in und durch die Weinberge führen, enden in einer Sackgasse - ein Weiterkommen ist hier unmöglich. Kurzentschlossen planen wir, entlang der Saar zurück nach Saarburg zu laufen. Die Entfernung nach Kastel-Staadt und von dort nach Serrig ist vermutlich größer, als der direkt Weg zurück zum Ausgangspunkt und es wird nicht mehr sehr lange dauern, bis es anfängt zu dämmern.

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"Hochgebirgs-Beagle" Henry ganz in seinem Element - Mein Baum, mein Haus, mein Auto...

Unser weiterer Weg führt uns ein kurzes Stück durch ein Wohngebiet, kurz danach erreichen wir bereits wieder das Saarufer. Zwischen uns entbrennt jetzt eine Diskussion, ob wir denn schon auf der "richtigen" Saarseite laufen, oder ob wir erneut über die Brücke laufen müssen, um den Stellplatz zu erreichen. Ein paar Minuten später können wir bereits den Stellplatz sehen - offensichtlich hatte Sandra mit Ihrer Vermutung Recht: Wir sind auf der falschen Seite der Saar und müssen tatsächlich noch einen Umweg einlegen, um in Saarburg die Saar zu überqueren. Obwohl uns nur wenige Meter Luftlinie vom Stellplatz trennen, so ist ein Durchschwimmen der Saar unabhängig von Wassertemperatur und Strömung wohl wenig ratsam. 

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Der Besitzer dieses Baumes wurde bereits vor Henry gewarnt - Mission Baumfällung erfolgreich vereitelt!

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Zurück in Saarburg beginnt es schon ein wenig zu dämmern...

Nach einer kleinen Ruhepause im Wohnmobil kehren wir zum Abschluß des Tages im örtlichen Schnitzelhaus ein. Bei Schnitzel, leckerem Weizenbier und Fußball auf dem Großbildschirm lassen wir den Tag gemütlich ausklingen.
Ein rundum gelungener Tag neigt sich seinem Ende zu!

Es ist Sonntag und an unserem letzten Tag in Saarburg wollen wir noch die Saarburg selber besichtigen.
Die Burg wurde bereits vor mehr als 1000 Jahren errichtet und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach durch Kriege und Auseinandersetzungen beschädigt. Nachdem diese Beschädigungen stets ausgebessert wurden, setze Mitte des 18. Jahrhunderts zunehmend der Verfall ein und schließlich wurde die gesamte Anlage 1860 von der Stadt erworben.

Heute befindet sich in einem Teil der Burg ein Restaurant. Der Bergfried ist als Ruine gut erhalten und die Aussichtsplattform auf seiner Spitze ist für die Öffentlichkeit zugänglich.

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An der Anlegestelle der Saar-Personenschifffahrt beginnt der steile Aufstieg zur Burganlage

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Rundblick über Saarburg von der Saarburg

Leider müssen wir feststellen, dass das Restaurant gerade Betriebsferien hat und aus der geplanten Tasse Kaffee nichts wird. Nach einem kurzen Rundgang um die Burg geht es daher schon kurze Zeit später zurück zum Stellplatz.

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Restaurant und Bergfried mit Aussichtsplattform

Abschließend noch ein paar Worte und Bilder zum Stellplatz in Saarburg.

Der Stellplatz liegt etwas ausserhalb von Saarburg, direkt am Randweg der Saar. Zu Fuß läuft man etwa 10-15 Minuten bis ins Zentrum. Der Platz ist relativ ruhig am Ende eine Gewerbegebietes gelegen, ein Lebensmitteldiscounter ist direkt um die Ecke. Der Stellplatz verfügt über ein Sanitärhaus mit WC-Anlage, die aber während unseres Aufenthaltes aufgrund der Jahreszeit geschlossen waren.

Aufgrund dieser Tatsache war die Stellplatzgebühr offiziell auf 4,- Euro pro Nacht reduziert - ein faires Angebot. Wir konnten die Übernachtungsgebühr in einem Briefkasten hinterlegen, entsprechende Umschläge hierfür waren hinterlegt. Die Stromversorgung funktionierte problemlos über eine der zahlreich vorhandenen Stromsäulen mit Münzeinwurf.

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Bilder vom Reisemobilpark Saarburg

Der Stellplatz ist nach unserer Meinung in Bezug auf Lage, Auststattung und die zahlreich vorhandenen Freizeitmöglichkeiten in Saarburg und Umland ein echter Geheimtipp. Wir haben den Platz eigentlich zufällig recherchiert und werden im Sommer sicherlich noch einmal dorthin fahren. Wir können uns allerdings gut vorstellen, dass trotz der 70 Stellplätze während der Hochsaison eine rechtzeitige Anreise vor den Wochenenden nötig ist, um noch einen freien Platz zu ergattern.

 


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