Sommerurlaub 2010 - Garmisch-Partenkirchen und Bodensee

Bereich: Reiseberichte

bodensee_2010_273 Im Juli 2010 waren wir für 10 Tage mit dem Wohnmobil in südlichen Gefilden unterwegs.

Unsere Tour führt uns über Garmisch-Partenkirchen weiter an den Bodensee, den wir von Ost nach West brereisen wollen. Zwischenstationen haben wir in Lindau, Kressbronn und Friedrichshafen eingelegt. Ein gelungener Urlaub, der leider viel zu kurz war...  

Unser erster Sommerurlaub seit fünf Jahren steht an. Wir haben im Büro Alles so organisiert bekommen, dass wir dieses Jahr zum ersten Mal im Sommer auf Tour gehen können. Wir haben insgesamt zwar nur 10 Tage Zeit, aber die Vorfreude ist trotzdem riesengroß.

Lange überlegen wir hin und her, wo es denn wohl hingehen soll. Fest steht nur, dass wir innerhalb Deutschlands bleiben möchten und dass es eher Richtung Süden als an die See gehen soll. Wenn irgendwie möglich, möchten wir einen Zwischenstop bei Schönmosers in Garmisch-Partenkirchen einlegen. Bisher waren wir immer im Winter dort und uns interessiert, wie es dort im Sommer aussieht.

Es haben sich letztendlich zwei mögliche Reiseziele ergeben: Starten möchten wir auf jeden Fall in Garmisch-Partenkirchen. Von dort geht es entweder weiter Richtung Osten und Oberbayern - rund um das Starnberger Fünf-Seen Land oder alternativ Richtung Westen zum Bodensee. Wir verbringen mehrere Abende vor dem Laptop um Sehenswürdigkeiten und Stellplätze für beide Varianten zu recherchieren. Mehrfach fällen wir eine Entscheidung, nur um sie zwei Tage später doch wieder zu verwerfen... Auch der Reisezeitraum wird des öfteren umdisponiert - Es lebe die Unentschlossenheit ;-)

Irgendwann schaffen wir es dann doch eine Entscheidung für Reiseziel und Reisezeit zu treffen: donnerstagabends am 15. Juli geht es los - zunächst wie geplant nach Garmisch-Partenkirchen und von dort westwärts zum Bodensee.

Die Stellplätze für die kommenden zehn Tage haben wir bereits grob selektiert. Ob wir dann wirklich auf allen Plätzen übernachten oder doch den einen oder anderen auslassen, wollen wir spontan entscheiden. Vielleicht gefällt es uns irgendwo so gut, dass wir länger dort bleiben möchten und eine zu detaillierte Planung widerspricht letztendlich auch dem Sinn und Zweck des Reisens mit einem Wohnmobil.

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Kurz vor Frankfurt/Main und zu später Stunde vorbei am Stuttgarter Flughafen

Kurz vor Frankfurt müssen wir die Reiseplanung bereits zum ersten Mal umwerfen. Auf der A3 Richtung Würzburg werden fast 30 Kilometer Stau gemeldet, da wollen wir lieber nicht mit dabei sein. Ein kurzer Blick in Google Maps... Wir fahren weiter auf der A5 in Richtung Stuttgart und von dort weiter über die A8 Richtung Ulm. Gesagt, getan - Wir kommen gut und ohne größere Staus voran.

Wir haben Stuttgart hinter uns gelassen und es ist inzwischen dunkel geworden. Seit ein paar Kilometern schleichen wir mit 60 km/h hinter einem überbreiten Schwertransport her. Die Autobahn ist hier nur zweispurig und das geladene Mobilheim einfach zu breit um von PKW´s oder gar LKW´s überholt zu werden. Nach schier endloser Zeit kommt unsere Chance: Die Autobahn wird dreispurig und Sandra kann die rollende Verkehrsberuhigung endlich überholen...
Das war unser Glück! Schon kurz danach wird die Autobahn wieder zweispurig und wir nähern uns einer Baustelle....
Die Autobahn wird nun einspurig. An sich kein Problem... Aber mir kommen sofort Zweifel: Durch diese Verschwenkung wird der Schwertransport niemals durch passen! Wir können die Blinklichter des Schwertransportes noch im Rückspiegel erkennen - sie werden kleiner und kleiner und kleiner.... Passt also doch nicht ;-)) In den Rückspiegeln sehen wir nach ein paar hundert Metern nur noch gähnende Dunkelheit - kein anderes Fahrzeug mehr in Sicht! Da haben wir wirklich Glück gehabt! Auf der Baustelle wird noch gearbeitet, es wird wohl trotzdem eine Weile dauern, bis die Arbeiter die Absperrungen verschoben haben und der Schwertransport dann endlich die Engstelle passieren kann.

Wir überlegen inzwischen wo sich ein geeigneter Platz für die Nacht finden läßt. Die restliche Strecke bis Garmisch-Partenkirchen ist definitiv zu weit für den heutigen Tag und wir entscheiden uns, die Fahrt am nächsten Tag in aller Frühe, dafür aber ausgeruht fortzusetzen. Wir werden kurz vor Ulm fündig: An der Ausfahrt 61 befindet sich der Autohof Merklingen. Wir stellen uns auf einen nahe gelegenen Park & Ride Parkplatz, hier steht schon ein weiteres Wohnmobil. Durch den hohen Erdwall zwischen unserem Nachtlager und der Autobahn ist der Parkplatz wirklich ruhig und vom knapp 200 Meter entfernten Autohof bekommen wir auch nichts mit. Somit steht einem ruhigen Schlaf nichts mehr entgegen.

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Strahlender Sonnenschein im Allgäu - Vorbei an der ABT Firmenzentrale

Früh am nächsten Morgen setzen wir unsere Reise fort. Das Wetter läßt wirklich Urlaubsstimmung aufkommen - Strahlender Sonnenschein und die Autobahn ist fast leer, was wünscht man sich mehr? Wir kommen zügig voran und erreichen schon bald Kempten im Allgäu. Die spontane Idee eines Zwischenhalts bei ABT verwerfen wir schnell wieder, lieber wollen wir weiter fahren, um den Rest des Tages noch sinnvoll nutzen zu können.

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Wir passieren Füssen auf der A7 kurz vor der Grenze zu Österreich

Als wir auf der A7 Füssen passieren und der österreichische Grenzübergang auf den Schildern bereits angekündigt wird, bekommen wir Zweifel. Irgendwie ist dieses Stück Autobahn neu und scheint jetzt wohl direkt bis nach Österreich durchgebaut zu sein. Wir haben keine GO-Box an Board und sehen auch keinerlei Grund eine solche zu erwerben.
In letzter Sekunde verlassen wir die Autobahn an der wohl letzten Ausfahrt vor der Grenze - das wäre fast teuer für uns geworden! Unsere südlichen Nachbarn sind ja für ihre Pickerl-Kontrollen kurz hinter der Grenze berühmt berüchtigt und die horrend teure "Ersatzmaut" in Höhe von 220,- Euro möchten wir unserer Urlaubskasse gerne ersparen!

Wie wir später erfahren, wurde der letzte Abschnitt der A7 erst im Sommer 2009 fertiggestellt, daher kannten wir diese neue Verkehrsführung auch noch nicht. Bisher war an dieser Stelle die Autobahn zu Ende und wir mussten über die Bundesstrasse weiter fahren. Es besteht für die ersten paar Kilometer auf dieser neuen Autobahn keine Mautpflicht, wir hätten also unbesorgt weiter fahren können. Nichts für ungut, hinterher ist man immer schlauer. Wir haben den kleinen Umweg durch die Füssener Innenstadt gewählt, von dort geht es zur Bundesstrasse 179 in Richtung Fernpaß Reuthe. Letztendlich ist diese Bundesstrasse die Verlängerung der A7 und wir fahren an anderer Stelle erneut auf die gleiche Strasse auf, die wir zuvor verlassen haben.

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Durch die Innenstadt von Füssen zur Bundesstrasse 179 - Fernpaß in Richtung Reuthe. Mautfrei ;-)

Die Bundesstrasse ist relativ stark befahren, entschädigt aber mit einem tollen Bergpanorma und wunderschöner Landschaft.

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Unterwegs auf dem Fernpaß von Füssen über Reuthe nach Garmisch-Partenkirchen - Seeehr anstrengend!

Die Fahrt von Füssen über den Fernpaß bis Garmisch-Partenkirchen dauert rund 75 Minuten und verläuft ohne besondere Vorkommnisse.
Wir erreichen den Stellplatz am Wank gegen 11:30 Uhr.

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Ankunft in Garmisch-Partenkirchen und weiter geht´s zum Stellplatz am Wank

Wir freuen uns über den - wie immer - freundlichen Empfang von Rosa und Christoph, den Betreibern des Stellplatzes, erledigen die Formalitäten der Anmeldung und geniessen Garmisch-Partenkirchen zum ersten Mal ohne Schnee und bei sommerlichen Wetterbedingungen.

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