Hobby Toskana 670 AKBereich: Wohnmobil
Nachdem unser guter alter Bürsti uns fast fünf Jahre lang immer treue Dienste geleistet hat, merkt man ihm sein Alter nun doch langsam an. 18 Jahre gehen an einem Wohnmobil nicht spurlos vorbei...
Obwohl wir in den letzten Monaten und Jahren viele Sachen erneuert haben und vom ursprünglichen Charme der frühen Neunziger Jahre nicht mehr viel übrig ist, so wächst doch der Wunsch nach einem neueren und moderneren Fahrzeug...
An verschiedenen Stellen beginnt unser Bürsti inzwischen zu kränkeln... Plastikteile werden spröde und bekommen Risse, über eine Feinstaubplakette haben wir nie ernsthaft nachgedacht und die Aufteilung im Innenraum hätten wir inzwischen auch gerne etwas anders.
So wird im Internet immer mal wieder nach einem würdigen Nachfolger geschaut. Irgendwann im Herbst 2009 ist dann ein immenser Preisverfall bei Neufahrzeugen und jüngeren Gebrauchten festzustellen. Die Wirtschaftskrise macht halt auch vor der Freizeitbranche keinen Halt und viele Händler müssen ihre Lagerbestände und Überkapazitäten abbauen...
Eines Abends haben wir ihn dann entdeckt: Einen knapp zwei Jahre alten Hobby Toskana 670 AK GFLC. Unglücklicherweise steht das Fahrzeug quasi beim "Händler um die Ecke", nämlich im fast 700 km entfernten Stralsund an der Ostsee bei Caravan Center Dahnke.
Größe und Aufteilung passen perfekt: Dirk möchte gerne ein Heckbeck mit einer bequemen Matratze und darunter liegender Garage, Sandra soll Ihren Alkoven und die Seitensitzbank bekommen. Optisch gefallen uns die Modelle von Hobby immer schon sehr gut - Sportliches und weniger altbackendes Aussendesign, wie es viele andere Hersteller anbieten.
Wir überlegen eine ganze Weile und telefonieren auch mehrmals mit dem Händler. Immerhin hat das Wohnmobil schon 55.000 km in der Vermietung gelaufen und aus Erfahrung wissen wir, wie so manches Wohnmobil, auch mit erheblich weniger Kilometern auf der Uhr nach so einem Mietmarathon aussehen kann. Der Händler versichert uns aber glaubhaft, dass unser Hobby von innen und aussen Top in Schuß sei und so muss Bürsti Anfang Dezember 2009 die weite Fahrt an die Ostsee antreten, um seinen Nachfolger in Augenschein zu nehmen...
Der erste Eindruck ist mehr als zufriedenstellend: Der Händler macht einen seriösen und freundlichen Eindruck und den Zustand unseres Hobby hat er in keinster Weise beschönigt.
Auch von innen ist alles bestens: Keine Beschädigungen an den Möbeln und alles in einem sehr gepflegten Zustand.
Nach einer ausgiebigen Probefahrt steht unser Entschluss eigentlich schon fest: Dieses Wohnmobil soll es sein!
Jetzt muss aber noch über die "Details" verhandelt werden.... Bürsti muss zunächst einen neuen Besitzer finden und am Preis für das neue Fahrzeug soll natürlich auch noch etwas gedreht werden...
Irgendwann ist man sich dann aber doch handelseinig: Herr Dahnke hat uns ein mehr als faires Angebot unterbreitet und wir unterschreiben den Vertrag.
Nun müssen wir nur noch einen neuen Besitzer für Bürsti finden und können dann endlich unser neues Wohnmobil abholen. Ein Inserat bei mobile.de bringt auch nach 8 Wochen nur mäßige Resonanz. Obwohl das Inserat über 2000 Mal aufgerufen wird, findet sich leider kein Käufer für Bürsti. So langsam wird es aber Zeit....
Wir entschieden uns nun zusätzlich für ein Inserat bei eBay. Abends um 22:30 Uhr wird Bürsti dann eingestellt...
Am nächsten Morgen ab 08:00 Uhr steht das Telefon nicht mehr still - Mittags hat er bereits einen neuen Besitzer.
Hätten wir jetzt noch ein paar Bürsti´s mehr gehabt.... Auch die hätten wir an den Mann oder die Frau gebracht!
Jetzt ist es endlich soweit: Bürsti ist verkauft und das neue Wohnmobil kann abgeholt werden!
Es wird ein Übergabetermin für den 18. Februar 2010 vereinbart. Wir entscheiden uns diesmal für die Anreise mit der Bahn. In etwas über sieben Stunden sollen wir so vom Sauerland nach Stralsund gelangen. Die Alternative ist ein Flug von Köln-Bonn nach Rostock. Allerdings ist bei dieser Variante die Gesamtreisedauer inklusive Anfahrt nach Köln-Bonn, Check-In am Flughafen und anschließendem Transfer von Rostock nach Stralsund auch nicht viel kürzer und so fällt die Wahl auf die weniger stressige Reise mit der Bahn.
Leider macht uns das Wetter bei unserer Ankunft in Stralsund einen Strich durch unsere Pläne.
Eigentlich wollen wir noch am gleichen Tag weiter nach Cuxhaven fahren...
Schneeimpressionen aus Stralsund im Februar 2010:
Caravan Center Dahnke mit der Volkswerft im Hintergund, St.-Nicolai Kirche, Stadthafen
In Stralsund ist seit Mittag kräftig Neuschnee gefallen und da unser Wohnmobil nur mit Sommerreifen ausgestattet ist, entscheiden wir uns für eine Hotelübernachtung und hoffen auf besseres Wetter am nächsten Tag.
So werden beim Händler auch nur schnell die Formalitäten erledigt und wir bekommen eine Einweisung in die Bedienung des Fahrzeugs. Da wir mit der Bordtechnik im Prinzip schon vertraut sind, ist die Einweisung nach knapp 15 Minuten beendet... Also - ab ins Hotel und auf besseres Wetter warten...
Am nächsten Morgen, nach einem ausgiebigen Frühstück, fahren wir dann erneut zum Caravan Center Dahnke. Das Wetter hat sich inzwischen gebessert: Es hat in der Nacht nicht mehr geschneit und die Strassen sind frei.
Das Wohnmobil wird für uns vorbereitet: Der Frischwassertank wird noch schnell gefüllt...
Es kann also endlich los gehen zur Jungfernfahrt... Sandra, Dirk & Hobby auf dem Weg nach Cuxhaven...
Sandra - "King of the Road" vor den Toren Hamburgs
Den Rest der Tour (Cuxhaven und Bremerhaven) findet Ihr unter den Reiseberichten.
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Kommentare
Klasse.
Fortsetzung wäre schön, wie Ihr mit dem Fahrzeug mittlerweile zufrieden seid...