Unser neuer Camping-Grill "Son of Hibachi"

Bereich: Wohnmobil

soh2 Heute testen wir unseren neuen Campinggrill "Son of Hibachi" für Euch.

Unser alter Campinggrill ist mittlerweile ein wenig in die Jahre gekommen (über 30 Jahre alt!) und außerdem noch sehr sperrig und somit schlecht im Wohnmobil zu verstauen. Kurz: Es muß ein neuer Grill her. Nachdem man inzwischen im Internet häufiger auf den "Son of Hibachi" Grill stößt, haben wir uns dieses Modell mal etwas genauer angesehen...

Das im Internet beschriebene Funktionsprinzip klingt gut - wenn es dann in der Praxis auch so funktioniert.

Da Bekannte sich auch einen neuen Grill anschaffen möchten und hier ebenfalls die Wahl auf dieses Modell gefallen ist, haben wir unsere Kaufentscheidung zunächst etwas zurück gestellt, um dieses Grillwunder erst einmal im praktischen Einsatz erleben zu dürfen. Das erste gemeinsame Grillevent liegt mittlerweile hinter uns und wir haben kurz danach unseren neuen Reisebegleiter bestellt.

Der "Son of Hibachi" ist konsequent auf eine mobile Nutzung beim Camping oder unterwegs ausgelegt. Er hat äußerst kompakte Abmessungen, wird mit einer stabilen Transporttasche geliefert und verfügt über ein ausgeklügeltes Grill- und Selbstreinigungssystem.

Wir haben bei unserem letzten Wochenendausflug die Gelegenheit genutzt und den Grillvorgang für Euch anhand einiger Fotos dokumentiert...

Doch zunächst ein wichtiger Sicherheitshinweis: Beim Grillen ist unbedingt auf geeignete Schutzkleidung zum Schutz vor Funkenflug zu achten!

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Schutzbrille Modell "COOL-BBQ" und Schutzhelm Modell "TupperGrillSafe"

Im ersten Arbeitschritt wird der Grill auseinander geklappt, die beiden Grillroste entfernt und die Grillschalen mit Holzkohle oder Grillbriketts befüllt. Hierzu kann man handelübliche Ware verwenden - Profis bevorzugen den Einsatz eigenständig mit Muskelkraft zerkleinerter Holzstücke aus dem ganzen Stamm. Letzteres hat den Vorteil, dass schon vor dem Grillen Kalorien verbrannt werden und somit einem ungehinderten Grillvergnügen nichts mehr im Wege steht.

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Zerkleinern der zum Grillen benötigten Holzstücke. Diese werden dann in die beiden Grillhälften gefüllt.

Nun wird der untere Einschub mit kleineren Holzkohlestücken befüllt, dazwischen stecken wir ca. 3-5 halbe Grillanzünderwürfel. Wir empfehlen die weißen Grillanzünder auf chemischer Basis, da Anzünder aus Holz- oder Biomasse meist nicht so gut brennen. Anschließend wird die befüllte Schale in die Führungsschienen im Grill eingeschoben und die Grillanzünder angezündet. Die Ascheschale sollte hierbei nicht vollständig eingeschoben werden, sondern es sollte ein ca. Daumenbreiter Spalt offen bleiben.

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Die mit kleinen Kohlestücken und Anzündern gefüllte Ascheschale wird in den Grill geschoben und angezündet

Nachdem alle Grillanzünder gut brennen, wird der Grill vorsichtig an den beiden Tragegriffen zusammen geklappt und von oben verschlossen. Der Schieber zur Verriegelung des Grills sollte hierbei ein gutes Drittel geöffnet bleiben, so entsteht durch die verbleibende Öffnung der Ascheschale und des Schiebers ein Kamineffekt.

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Grill vorsichtig zusammen klappen und mit dem Schieber an der Oberkante etwa zwei Drittel verschließen

Nun den Grill gut durchglühen lassen. Durch den Kamineffekt soll laut Anleitung der Grill in rund zehn Minuten einsatzbereit sein. Nach unserer Erfahrung muss man mit herkömmlicher Grillkohle ca. 20 Minuten rechnen. Bei Verwendung von Grillbriketts dürfte es ein wenig länger dauern.

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Nach rund 20 Minuten ist die Grillkohle durchgeglüht und es kann an´s Grillen gehen!

Nun wird der Schieber an der Oberseite wieder enfernt und der Grill an den Tragegriffen vorichtig auseinander geklappt. An der Vorderseite des Schiebers ist ein zusätzlicher Winkel befestigt. Mit diesem Winkel man die Grillroste am Rand packen und anheben. Auf diese Weise kann man die Roste ohne dreckige Finger zu bekommen oder sich zu verbrennen in einer der vier Höhenarretierungen einsetzen. Es empfiehlt sich, direkt nach dem Aufklappen des Grills auf einer der oberen Positionen zu beginnen. Nun den Grill mit dem Grillgut belegen. Guten Appetit!

Nach dem Grillen werden die Grillroste wieder in der untersten Position eingehängt und der Grill an den Tragegriffen zusammen geklappt. Der Schieber verriegelt den Grill, bleibt aber ein gutes Drittel geöffnet. Nachdem nun die Ascheschublade ebenfalls wieder ein Stück geöffnet wurde sorgt der Kamineffekt nun dafür, dass die Fleisch- und Saucenreste auf den Grillrosten verbrannt werden.

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Freibrennen der verschmutzen Grillroste und hitzebeständige Transporttasche

Sobald die Grillroste gereinigt sind, kann man den Schieber und die Aschenschublade schließen. Dadurch erlischt die restliche Holzkohle im Grill nach einiger Zeit. Nach rund 30 Minuten kann man den Grill bereits problemos in die mitgelieferte Transporttasche stellen und diese verschliessen. Die Tasche ist aus einem bis zu 370 Grad hitzebständigen Material, so kann auch der noch nicht vollständig ausgekühlte Grill wieder eingepackt werden, ohne dass etwas heiß wird oder zu brennen anfängt. Die Transporttasche soll sich laut Aussage des Herstellers auch problemlos als Kühltasche verwenden lassen - haben wir aber noch nicht ausprobiert.

Unser Fazit: Wirklich eine geniale Erfindung dieser "Son of Hibachi" oder "Son of Harakiri" - wie wir ihn manchmal nennen ;-) Für den Kaufpreis von ca. 80-90 Euro bei Amazon erhält er unsere uneingeschränkte Empfehlung für den Einsatz beim Camping. Die Abmessungen des Grills samt Tasche sind wirklich sehr kompakt und die Tasche hält das Wohnmobil sauber.

Wirklich praktisch ist die "Ausglühfunktion" durch Verschliessen beider Öffnungen. So kann man den Grill eine gute Stunde nach Ende der Grillsession bereits wieder in die Tasche und ins Auto packen. Den alten Grill mussten wir immer über Nacht auskühlen lassen und hatten stets Angst, am nächsten Morgen ohne Grill dazustehen...

Die abgebrannte Kohle läßt sich problemlos aus der Ascheschublade heraus entsorgen und die Grillroste werden durch die Selbstreinigungsfunktion zwar nicht klinisch sauber, aber die meisten Grillreste werden verbrannt und man muß nur noch ein wenig per Hand nachreinigen.

Wir werden demnächst mal einen Test mit Grillbriketts statt mit Grillkohle machen. Laut Werbeaussage können die nicht verkohlten Brikettreste im Grill verbleiben und so für das nächste Grillen wieder verwendet werden. Wir berichten hierzu, sobald wir dies ausprobiert haben. (Nachtrag: Wir haben inzwischen den Grill mit Grillbriketts getestet. Wie erwartet dauert es etwas länger, bis die Brikettets richtig durchgeglüht sind. Insgesamt können wir das Grillen mit Briketts dennoch empfehlen. Die Ascherückstände sind bedeutend einfacher zu entsorgen und natürlich halten die Grillbriketts länger die Glut. Wir werden den Grill zukünftig wohl überwiegend mit Briketts nutzen.)

Einige interessante weitere Nutzungsmöglichkeiten findet man auf einer amerikanischen Webseite (nicht die offizielle Seite des Herstellers und natürlich auch nur in Englisch, aber dafür für die Unkundigen mit Bildern).

Wenn jemand gerne weitere Infos haben möchte: Schickt uns einfach eine kurze Mail.

 


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